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Colle delle Benne ist das zweite Werk, das wir in unserem Urlaub besucht haben. Wir fuhren am Levico-See fast bis zu seinem Ende entlang. In einer kleinen Seitenbucht stellten wir unseren Wagen ab und gingen auf einem Feldweg in Richtung der Festung. Nach etwa einer halben Stunde Fußmarsch kamen wir an eine Felswand, in der sich kleine Kavernen befanden. Ob sie zum Werk gehörten, weiß ich nicht, aber für uns war es ein Hinweis, dass wir auf dem richtigen Weg waren.
Etwa 10 Minuten später tauchte das Werk vor unseren Augen auf.
Zu Colle delle Benne möchte ich noch hinzufügen, daß wir aufgrund unserer anfänglichen Unerfahrenheit auch nicht zu viele Fotos gemacht haben. Im Lauf der späteren Erkundungen hat sich das aber gebessert. Uli bin ich auch zu Dank verpflichtet, denn er hat mir einige Bilder von seinen Exkursionen zur Verfügung gestellt, damit ich meine Berichte vervollständigen konnte.

Colle delle Benne

Das Werk

So zeigt sich das Werk, wenn man das Ende des Fußweges erreicht hat. Deutlich ist noch das Original-Namensschild zu sehen. Dieses Bild ist von Uli.

Kehlgrabenverteidigung

Wir begannen die Umrundung der Festung auf dem umlaufenden Wall. Deutlich sieht man den vorspringenden Anbau der Kehlgrabenabwehr mit den Schießscharten.

Kampfgraben

Der Blick fällt auf der rechten Seite vom Wall aus in den Kampfgraben. Unter dem schrägen Dach befinden sich die vier Geschützpforten, die wir im nächsten Bild sehen werden.

Geschützpforten

Die Öffnungen der vier Geschützpforten. Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges war Colle delle Benne schon veraltet und hätte einem massiven Beschuß nicht mehr standgehalten. Vor allem, wenn man bedenkt, daß Italien Schiffsgeschütze von einem Kaliber bis zu 30,5 cm zum Einsatz brachte.

Die Treppe

Nach der Umwanderung der Festung wollten wir natürlich auch das Innere erkunden. Die Räume waren relativ gut begehbar und mit unseren großen Handscheinwerfern konnten wir sie auch gut ausleuchten. Als wir dann aber in den ersten Stock wollten, kamen wir an ein Loch, das oben und unten von ein paar Treppenstufen eingerahmt war. Markus schaut skeptisch in die Kamera, als ob er sagen wollte: "Ihr wollt aber jetzt da nicht rauf, oder?" Doch, wir wollten - und mußten halt improvisieren um raufzukommen.....

Treppe die zweite...

... und sind auf die gleiche Weise rauf, wie es hier ein Freund von Uli bei dessen Besuch eindringlich demonstriert. Die Stufenreste waren sehr klein und man hatte fast keinen Halt darauf. Aber es ging. Nur runterfallen durfte man nicht.

Im ersten Stock

Leider war uns auch hier der Weg versperrt. Direkt vor dem Eingang zur zweiten Geschützstellung gähnte ein riesiges Loch. Ein anderer Weg nach hinten war vorerst nicht zu finden.

Geschützstand

Wir betraten dann diese Geschützpforte - interessant ist die Bauweise - und konnten durch sie auf den flachen Vorbau steigen um nach hinten zu gelangen.

Von Außen

Markus schaut von der Plattform in den Geschützstand. Eigentlich handelte es sich hier um ein kuppelförmiges Gewölbe, das von Steinplatten schräg abgedeckt war.

Seitengang

Dieser Seitengang - auch hier fehlte die Decke durch die Desarmierung - führte rechts zur Kampfgrabenabwehr. Doch zunächst mußten wir eine tiefe Grube durchqueren, in der aber jemand schon Trittsteine abgelegt hatte.

Kampfgrabenverteidigung

Wir folgten dem mit zahllosen Schießscharten versehenen Gang bis zu seinem Ende. Der Zugang zur eigentlichen Kontereskarpe war durch eine Mauer versperrt. Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt des Gangendes mit einer Schießscharte und einer Nische. Uli fand später den richtigen Zugang. An dieser Stelle endete unser Besuch von Colle delle Benne und wir machten uns auf den Rückweg zum Auto.

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Uli´s Informationen zu Colle delle Benne